Baugebiet „Alter Reiterhof“ – Lärmschutz

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Informationen der Verwaltung zum Lärmschutz sind falsch!

Wie berichtet, hatte die UWG Saerbeck die Offenlegung von Emissionsgutachten für das geplante Baugebiet „Alter Reiterhof“ aus dem Jahr 2018 verlangt. Diese Gutachten hat die Verwaltung inzwischen vorgelegt.

Lärmschutzwall zur Umgehungsstraße oder nicht?

In den Beratungen über die Ausweisung des Baugebiets „Alter Reiterhof“ und den Ankauf der erforderlichen Grundstücke hatte die Verwaltung argumentiert, es bestehe unter anderem nur deshalb ein geringes Kostenrisiko, weil wahrscheinlich kein Lärmschutzwall zur Umgehungsstraße (B 219) notwendig sei. Bei dieser Aussage stützte sie sich auf die Emissionsgutachten aus dem Jahr 2018.

Gutachten: Lärmschutzwall ist auf jeden Fall notwendig!

Das Lärmgutachten kommt allerdings zum gegenteiligen Ergebnis: Um die Lärmschutzwerte auf den Grundstücken entlang der Umgehungsstraße einhalten zu können, sei ein drei Meter hoher Lärmschutzwall an der B 219 notwendig. Auf Nachfrage in der letzten Ratssitzung konnte die Verwaltung diese Diskrepanz zwischen Verwaltungsvorlage und Lärmschutzgutachten nicht erklären.

Lärmschutz für das Baugebiet „Alter Reiterhof“: Die Grundstückspreise werden steigen!

Legt man das besagte Gutachten aus 2018 zugrunde, gibt es zwei Möglichkeiten:

Erstens, der Lärmschutzwall wird gebaut, um auch die Grundstücke direkt an der Umgehungsstraße vermarkten zu können. Dann besteht ein erhebliches Risiko dadurch, dass die Kosten des Walls auf alle Grundstücke umgelegt werden müssen.

Oder, zweitens, der Abstand des Baugebietes zur Umgehungsstraße wird vergrößert, so dass die Grundstücke direkt an der Umgehungsstraße nicht vermarktet werden können. Dann müssen die gesamten Infrastrukturkosten (z.B. für Straßenbau oder Ver- und Entsorgungsleitungen) auf weniger verkaufbare Grundstücke umgelegt werden.

Die Folgen beider Varianten sind die gleichen: Die Preise für die Grundstücke im Baugebiet „Alter Reiterhof“ werden steigen.

Kostengünstige Grundstücke für junge Familien: Fehlanzeige!

Alle Saerbecker Parteien haben sich die Schaffung von kostengünstigem Wohnraum für junge Familien auf die Fahnen geschrieben. Zu Recht!

So wird das aber nichts. Liebe Kollegen von CDU, SPD und Bündnis90/Die Grünen: Man schafft keinen kostengünstigen Wohnraum, indem man Baugebiete an Stellen ausweist, an denen Zusatzkosten z.B. für Lärmschutz die Grundstückspreise in die Höhe jagen wird!